GETEILTES GLÜCK UND HANDGERÖSTETE SCHOKOLADE

Weihnachten in den Herkunftsländern des Kakaos

Hektisches Treiben in den Innenstädten auf der Jagd nach den letzten Geschenken. Menschen, die auf den letzten Drücker Weihnachtsbäume nach Hause tragen. Volle Einkaufstüten mit allen Zutaten für ein köstliches Weihnachtsessen. So oder so ähnlich läuft es in unseren Städten kurz vor Heiligabend ab. Damit an Weihnachten selbst dann alle in friedlicher und gemütlicher Runde die stille Tage genießen können. Rund um einen wunderschön geschmückten Baum, mit einem traditionellen Weihnachtsessen und Geschenken für alle. Wir haben uns gefragt, was zur gleichen Zeit in den Ländern passiert, aus denen wir unsere edlen Kakaosorten beziehen.

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Volle Busse in Tanzania

Nehmen wir zum Beispiel Tanzania. „Zu Weihnachten fahren die Menschen zu ihren Familien in die kleinen Dörfer, um dort gemeinsam zu feiern. Die Busstationen sind überfüllt und die sonst überlaufenen Städte gleichen Geisterstädten“, erzählt Simran Bindra von der lokalen Kakaofirma KokoaKamili. Einer Redensart nach fahren die Menschen nach Hause „um gezählt zu werden“. Das hat seinen Ursprung in der Bibel, in der es heißt, Maria und Josef haben sich auf den Weg nach Bethlehem begeben, um an einer Volkszählung teilzunehmen.

Eine Tradition für die Menschen in Tanzania ist es, an Weihnachten neue Kleidung zu schenken und diese dann auch direkt zu tragen. Gerade für ärmere Menschen ist dies oft der einzige Zeitpunkt im Jahr, an dem sie sich über neue Sachen zum Anziehen freuen können. Auf den Tisch kommen zum Beispiel Ziegenbraten oder Pilau – ein Reisgericht mit Kardamom und Zimt, das zu vielen Festen gereicht wird. Schokolade spielt eher eine untergeordnete Rolle zu Weihnachten. Bei 30 Grad würde diese vermutlich auch direkt schmelzen. Höchstens in Form von Schokola- denkeksen kommt sie schon mal auf den weihnachtlichen Tisch.

Dankbarkeit in Indonesien

Reisen wir weiter nach Indonesien. Da der christliche Glaube dort eher in der Minderheit ist, wird das Weihnachtsfest dort nicht so groß gefeiert. Und doch erstrahlen vor allem die Einkaufszentren in bunten Farben mit viel Weihnachtsdeko. In einigen ländlicheren Orten auf Bali gibt es zudem den Brauch, einen Weihnachts- baum aus Hühnerfedern herzustellen. In den Dörfern besteht der Weihnachts- schmuck oft aus langen Bambuszweigen und Kokosnussblättern, die vor die Häuser gestellt werden. Sie nennen sich „Penjor“.

Auch, was das Essen betrifft, so bietet Indonesien eine schöne Besonderheit. An Weihnachten geht es darum, Glück zu teilen und Dankbarkeit zu zeigen. Diese Tradition, die sich „Ngejot“ nennt, wird gepflegt, indem die Menschen ihren Nachbarn am Weihnachtsabend Speisen vorbeibringen. Ein ganz bestimmtes Gericht gibt es hier nicht. Auch hier spielt Schokolade an Weihnachten keine Rolle.

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Weihnachtsschokolade per Hand hergestellt

Schauen wir nach Ecuador. „Hier gibt es an Weihnachten in jeder Region traditionelle Speisen, landesweit setzt sich aber immer mehr der Truthahn durch“, erzählt Jan Schubert von Original Beans. Und hier kommt endlich auch der edle Kakao ins Spiel. Und zwar vor allem in den Andenregionen in Form selbst hergestellter Kakaomasse für Trinkschokolade. Diese wird mit Wasser, Anis und Zimt oder Orangenschale zu einem köstlichen Getränk verarbeitet.

In Mono Bravo, einem Kakaoanbaugebiet, aus dem auch Pott au Chocolat edlen Kakao bezieht, stellen die Menschen zum Beispiel noch ganz ursprünglich zu Weihnachten Schokolade her. Sie rösten die Kakaobohnen in der Pfanne über dem offenen Feuer, schälen sie anschließend per Hand und mahlen sie grob in einer Maismühle um daraus am Ende ein edles Schokoladengetränk zu kreieren.

Trinkschokolade aus edlem Chuncho

In Peru spielt Kakao zu Weihnachten nur in bestimmten Regionen eine Rolle. So zum Beispiel in der Kakaoanbauregion Cusco. Auch dort wird die Kakaomasse zu Weihnachten in köstliche Trinkschokolade verwandelt. Die Peruaner verwenden für die selbst hergestellte Schokolade ausschließlich Chuncho Kakao. Das sorgt dafür dass die lokale Nachfrage steigt und der Kakaopreis der höchste in ganz Lateinamerika ist. Auch in Peru sind an den Feiertagen gutes Essen und das Zusammensein mit der Familie am wichtigsten. Was auf keinen Fall fehlen darf, ist die landestypische Kuchenspezialität „Paneton‘.

Schokolade mit frittierter Kochbanane in Kolumbien

„Die Arhuacos in der Sierra Nevada genießen an Weihnachten auch Schokolade. Und zwar traditionell mit frittierter Kochbanane und Frischkäste“, berichtet Jan Schubert über das Fest aus einem der Kakaoanbaugebiete in Kolumbien. Er erinnert sich, dass noch vor zehn Jahren selbst hergestellter Kakao kaum eine Rolle spielte, sich dies aber in der letzten Zeit glücklicherweise geändert hat. Für kleine Völker wie die Arhuacos zum Beispiel hat Weihnachten keine große Bedeutung, aber auch sie nutzen die freien Tage, um ihre oft weit entfernten Familien zu besuchen.

Merengue in der Dominikanischen Republik

Statt besinnlicher Weihnachtsmusik und „Oh Tannenbaum“ feiern die Menschen in der Dominikanischen Republik eher mit Merengue. Oftmals gleicht das Fest eher einer Party als einem stillen Familienfest. Bei den warmen Temperaturen treffen sich die Menschen eher in Freien als in den Häusern. Statt der Nordmanntanne dienen hier eine Palme oder einfach ein paar Äste als Weihnachtsdeko. Weiß besprüht und mit Kugeln und tatsächlich teilweise auch buntem Lametta behangen. Vor Lichterketten ist fast nichts sicher. Sogar Gartenstühle werden mit einbezogen. Auf den Tisch kommen festliche Gerichte oft mit Huhn und Spanferkel.

Geschmückte Guaven in Ghana

In Ghana beginnt schon am 1. Dezember eine längere Weihnachtspause. Die Menschen dekorieren Häuser und Geschäfte mit Lampen, Kerzen und oft glitzerndem Weihnachtsschmuck. Tannenbäume gibt es dort nicht, dafür stehen auf dem ein oder anderen Marktplatz bunt geschmückte Guaven oder Mangobäume. Auch in Ghana kommen an Weihnachten die Familien zusammen und genießen das Beisammensein und gutes Essen. Ziegenfleisch mit Reis und Gemüse ist hier ein übliches Gericht. Später am Abend füllen sich mancherorts die Straßen mit Menschen, die an farbenfrohe Festumzügen teilnehmen.

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Und wir?

An den langen Arbeitstagen in der Vorweihnachtszeit kreieren wir fleißig Pralinen und Schokoladen, packen Geschenksets und verschicken Genusspakete. Und am Abend gönnen wir uns ab und zu eine Tasse edler Trinkschokolade und stellen uns vor, wie unsere Kakaopartner in aller Welt sich ebenfalls schon auf das Weihnachtsfest freuen.