ALLE WOLLEN NACHHALTIGKEIT

…ODER DOCH NICHT SO RICHTIG?

Text von Ute Korinth

Spätestens seit Greta Thunberg ist das Thema „nachhaltiges Leben“ in aller Munde. Immer mehr Menschen engagieren sich für eine bessere Welt und wollen das „brennende Haus“ löschen, bevor es zu spät ist.

Nachhaltig sein ist angesagt. Fast schon ein hipper Trend, so scheint es. Zugegeben, ein sehr guter. Und Corona setzt nochmal das Brennglas drauf und zeigt, wo es ganz besonders hapert und wo dringender Handlungsbedarf besteht.

Fleischskandale kommen ans Licht, Kreuzfahrtschiffe bleiben im Hafen, Flugzeuge am Boden. Und schon nach einigen Wochen zeigen sich positive Auswirkungen. Nicht nur, was die Luftqualität angeht.

Spätestens seit Greta Thunberg ist das Thema „nachhaltiges Leben“ in aller Munde. Immer mehr Menschen engagieren sich für eine bessere Welt und wollen das „brennende Haus“ löschen, bevor es zu spät ist.

Nachhaltig sein ist angesagt. Fast schon ein hipper Trend, so scheint es. Zugegeben, ein sehr guter. Und Corona setzt nochmal das Brennglas drauf und zeigt, wo es ganz besonders hapert und wo dringender Handlungsbedarf besteht.

Fleischskandale kommen ans Licht, Kreuzfahrtschiffe bleiben im Hafen, Flugzeuge am Boden. Und schon nach einigen Wochen zeigen sich positive Auswirkungen. Nicht nur, was die Luftqualität angeht.

Nachhaltigkeit macht Firmen attraktiver

Für Firmen ist Nachhaltigkeit inzwischen sogar ein Wettbewerbsfaktor geworden, wenn es um die eingeschätzte Attraktivität des Arbeitsplatzes durch die Bewerber geht. Hier zählen nicht mehr nur materielle Werte, sondern eben auch eine wertschätzende und faire Unternehmenskultur.

Eigentlich war es noch nie so einfach, etwas für die Nachhaltigkeit zu tun. Eben weil so vieles nicht nachhaltig geschieht und die möglichen Veränderungsschritte quasi überall herumliegen. Ein kleines bisschen dazu beizutragen, dass die Welt ein bisschen besser wird, also. Das wäre es.

Und doch, so scheint es, ist da irgendwo ein Fehler im System. Denn geht es an das eigene Verhalten, vielleicht sogar als Einschränkungen empfundene Veränderungen, dann schalten viele von uns wieder in den Normalmodus der Nicht-Nachhaltigkeit zurück. Menschlich, aber durchaus einmal wert, darüber nachzudenken, ob der innere Schweinehund an der ein oder anderen Stelle nicht doch einmal zur Seite geschoben werden sollte. Im Sinne der Allgemeinheit.

Nachhaltigkeit macht Firmen attraktiver

Für Firmen ist Nachhaltigkeit inzwischen sogar ein Wettbewerbsfaktor geworden, wenn es um die eingeschätzte Attraktivität des Arbeitsplatzes durch die Bewerber geht. Hier zählen nicht mehr nur materielle Werte, sondern eben auch eine wertschätzende und faire Unternehmenskultur.

Eigentlich war es noch nie so einfach, etwas für die Nachhaltigkeit zu tun. Eben weil so vieles nicht nachhaltig geschieht und die möglichen Veränderungsschritte quasi überall herumliegen. Ein kleines bisschen dazu beizutragen, dass die Welt ein bisschen besser wird, also. Das wäre es.

Und doch, so scheint es, ist da irgendwo ein Fehler im System. Denn geht es an das eigene Verhalten, vielleicht sogar als Einschränkungen empfundene Veränderungen, dann schalten viele von uns wieder in den Normalmodus der Nicht-Nachhaltigkeit zurück. Menschlich, aber durchaus einmal wert, darüber nachzudenken, ob der innere Schweinehund an der ein oder anderen Stelle nicht doch einmal zur Seite geschoben werden sollte. Im Sinne der Allgemeinheit.

Kleine Schritte sorgen für große Veränderungen

Für Veränderung braucht es zumindest zu Beginn nur kleine Schritte, keine resoluten Entscheidungen, die wir dann doch als Last empfinden und sowieso nicht durchhalten.

Ab sofort kein Fleisch mehr essen, nur noch regionale Produkte kaufen, nie mehr in den Urlaub fliegen? Das wäre zwar im Sinne der Nachhaltigkeit vernünftig, aber wird so vermutlich nicht funktionieren, weil es für viele von uns verständlicherweise zu radikal wäre.

Doch vielleicht könnte ein Mittelweg helfen. Denn wenn jeder ein klein wenig dazu beiträgt, die Nachhaltigkeit zu stärken, wäre ja schon extrem viel getan. Warum also nicht mit Baby Steps anfangen?

Wie wäre es zum Beispiel, das Auto nur jedes zweite Mal zu nutzen, etwas weniger Fleisch zu essen, immer einen To-Go-Becher in der Tasche zu haben (gilt aus Hygienegründen natürlich erst wieder für die Zeit nach Corona) oder ein paar Cent mehr für umweltfreundliche Verpackungen auszugeben, wenn auf diese nicht komplett verzichtet werden kann? Warum nicht einfach beim nächsten Mal die eigene Tasche zum Einkaufen mitbringen und komplett auf neue Papiertüten verzichten?

Kleine Schritte sorgen für große Veränderungen

Für Veränderung braucht es zumindest zu Beginn nur kleine Schritte, keine resoluten Entscheidungen, die wir dann doch als Last empfinden und sowieso nicht durchhalten.

Ab sofort kein Fleisch mehr essen, nur noch regionale Produkte kaufen, nie mehr in den Urlaub fliegen? Das wäre zwar im Sinne der Nachhaltigkeit vernünftig, aber wird so vermutlich nicht funktionieren, weil es für viele von uns verständlicherweise zu radikal wäre.

Doch vielleicht könnte ein Mittelweg helfen. Denn wenn jeder ein klein wenig dazu beiträgt, die Nachhaltigkeit zu stärken, wäre ja schon extrem viel getan. Warum also nicht mit Baby Steps anfangen?

Wie wäre es zum Beispiel, das Auto nur jedes zweite Mal zu nutzen, etwas weniger Fleisch zu essen, immer einen To-Go-Becher in der Tasche zu haben (gilt aus Hygienegründen natürlich erst wieder für die Zeit nach Corona) oder ein paar Cent mehr für umweltfreundliche Verpackungen auszugeben, wenn auf diese nicht komplett verzichtet werden kann? Warum nicht einfach beim nächsten Mal die eigene Tasche zum Einkaufen mitbringen und komplett auf neue Papiertüten verzichten?

Kakaoschalen statt Plastik

Wir bieten zum Beispiel seit einiger Zeit Eislöffel aus Kakaoschalen an. Die kosten 10 Cent extra, weil sie auch im Einkauf teurer sind als herkömmliche Plastiklöffel. Und trotzdem beobachten wir, dass kaum jemand sie haben möchte. Auch der Pappbecher wird der veganen Waffel oft vorgezogen.

Auch wir leben und arbeiten nicht komplett nachhaltig, versuchen jedoch jeden Tag den Fuß ein wenig aus der Komfortzone hinauszusetzen und unseren Beitrag zu einer nachhaltigeren Zukunft zu leisten.

Wenn wir alle mitmachen, können unsere kleinen Veränderungen eine große Wirkung haben.

Kakaoschalen statt Plastik

Wir bieten zum Beispiel seit einiger Zeit Eislöffel aus Kakaoschalen an. Die kosten 10 Cent extra, weil sie auch im Einkauf teurer sind als herkömmliche Plastiklöffel. Und trotzdem beobachten wir, dass kaum jemand sie haben möchte. Auch der Pappbecher wird der veganen Waffel oft vorgezogen.

Auch wir leben und arbeiten nicht komplett nachhaltig, versuchen jedoch jeden Tag den Fuß ein wenig aus der Komfortzone hinauszusetzen und unseren Beitrag zu einer nachhaltigeren Zukunft zu leisten.

Wenn wir alle mitmachen, können unsere kleinen Veränderungen eine große Wirkung haben.